Lokale Entwicklungsstrategie (LES) Börde-Bode-Auen

Lokale Entwicklungsstrategie (LES)

Mit dieser Entwicklungsstrategie hat sich die Interessengruppe „Börde-Bode-Auen“ im März 2015 erneut um die Anerkennung als CLLD/LEADER-Region beworben. Im August 2015 wurde die LEADER-Region Börde-Bode-Auen offiziell anerkannt. Im Anschluss an die mit der Anerkennung einhergehende Auflagenerfüllung wurde im November 2015 eine 2. überarbeitete Fassung der LES erstellt.

Die Lokale Entwicklungsstrategie (LES) Börde-Bode-Auen können Sie sich hier herunterladen.

Leitbild:

Die Region „Börde-Bode-Auen“ ist eine sich nachhaltig entwickelnde, auf hohe Lebens- und Standortqualitäten setzende, eng vernetzte und gut erreichbare Region, die sich in Zukunft als starker Wirtschaftsraum sowie attraktiver und lebendiger Wohnstandort mit sehr guter Bildungs-, Kultur- und Infrastrukturausstattung präsentiert und sich aktiv durch Einbindung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort für die kommenden Herausforderungen
aufstellt.

Zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie wurden zwei Handlungsfelder konzipiert:

Handlungsfeld 1: Vitale Städte, lebendige Dörfer, lebenswerte Region

Die Zukunftsfähigkeit der Dörfer und Städte wird durch eine Vielzahl von Faktoren bestimmt: Als zukunftsrelevant sind dabei jene Merkmal, die durch
ihr Vorhandensein, Nichtvorhandensein oder den spezifischen Grad ihrer Ausprägung entscheidenden Einfluss auf die Attraktivität eines Ortes als
Wohnsitz und Lebensmittelpunkt haben und die das Lebensgefühl der Einwohner prägen. Von den Auswirkungen des demografischen Wandels sind
alle betroffen: Familien, Vereine, staatliche Instanzen. Auch die Region „Börde-Bode-Auen“ ist in besonderem Maße von den Folgen betroffen:
Überalterung, Rückgang der Bevölkerung, Verlust des dörflichen Lebens durch ausgedünnte Infrastruktur der Daseinsvorsorge wie Wegfall von
Schulstandorten, Arztpraxen, Sparkassen, Einkaufsmöglichkeiten sowie schlechte bis gar nicht vorhandene Breitbandversorgung. Ziel einer integrierten
ländlichen Entwicklung muss es also sein, dass die Region „Börde-Bode-Auen“ neue Formen der Daseinsvorsorge, des Wohnens und des Miteinanders
entwickelt, um die Folgen des demografischen Wandels vor allem in den ländlich geprägten Ortschaften abzufangen und gleichzeitig eine
nachhaltige (Innen-)Entwicklung ihrer Städte und Dörfer voranzutreiben. Neben der Aufwertung der Ortsbilder kommt der wirtschaftlichen Entwicklung
zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen eine besondere Rolle zu.

 

Handlungsfeld 2: Naherholung und Kultur

Die gebietsspezifische Analyse hat aufgezeigt, dass die Lage der Region „Börde-Bode-Auen“ innerhalb der Agrarlandschaft der Magdeburger Börde
vor allem Potenziale im Bereich der Naherholung und Kultur aufweist. Die abwechslungsreiche und erlebbare Natur- und Kulturlandschaft der Bodeniederung bildet zusammen mit den Schlössern und Burgen den Grundpfeiler für die Entwicklung der Region „Börde-Bode-Auen“ in den Bereichen
Naherholung und Kultur. Weitere Ankerpunkte für diese Entwicklung sind die in der Region vorhandenen kulturellen Leuchttürme wie z.B. das Schloss
Theatrum Hohenerxleben, die Wasserburg Egeln oder das Salzlandtheater mit einer Vielzahl an kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen.
Hierzu zählen auch die Kirchen in der Region. Diese tragen durch ihre Angebote wesentlich für eine hohe Lebensqualität in der Region „Börde-Bode-
Auen“ bei. Für eine nachhaltige Entwicklung ist das Radwegenetz in der Region „Börde-Bode-Auen“ auszubauen. Ein gut ausgebautes Radwegenetz
fördert nicht nur die Naherholung, sondern ist auch ein wichtiges Element für die Vernetzung der Dörfer untereinander und trägt damit zu einer umweltverträglichen Mobilitätssteigerung innerhalb der Region bei. Die Region „Börde-Bode-Auen“ will diese natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, eine hohe Lebensqualität und naturnahe Erholungsangebote sichern sowie die Kulturlandschaft als historisches Erbe bewahren. Zur Umsetzung dieses Handlungsfelds wurden drei Handlungsfeldziele definiert.