Newsletter LAG Börde-Bode-Auen 01-2022

Hinter uns allen liegt ein arbeitsintensives erstes Halbjahr 2022. Die neue Lokale Entwicklungsstrategie Börde-Bode-Auen wurde erarbeitet, LEADER/CLLD-Projekte abgeschlossen und laufende Maßnahmen mussten an die Herausforderungen des Marktes angepasst werden.
Nach unserer kleinen Sommerpause möchten wir mit Ihnen positiv in das zweite Halbjahr starten. Um Ihr Engagement im Rahmen von LEADER und CLLD entsprechend zu würdigen, planen wir aktuell eine Abschlussveranstaltung gemeinsam mit den anderen Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises.
Mehr dazu folgt in den kommenden Wochen! Der folgende Newsletter enthält ausschließlich gute Nachrichten und hoffentlich inspirierende Informationen über die LEADER/CLLD-Region Börde-Bode-Auen und darüber hinaus. (PDF)

Die Lokale Aktionsgruppe Börde-Bode-Auen geht den nächsten Schritt in Richtung Zukunft

Schneidlingen – Am 06.07.2022 gründete sich der Verein LAG Börde-Bode-Auen mit dem Ziel ab dem Jahr 2023 wieder mit Fördermittel in der LEADER/CLLD-Region Börde-Bode-Auen Projekte zu unterstützen. Diesen großen Schritt sind die beteiligten Kommunen (Verbandsgemeinde Egelner Mulde, Stadt Hecklinge, Stadt Staßfurt) und der Salzlandkreis gemeinsam mit Partnerinnen und Partner aus der Wirtschaft und den sozialen Einrichtungen der Region gegangen. Als Vorsitzender wurde der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Egelner Mulde, Herr Michael Stöhr, gewählt. Sein Stellvertreter ist Herr Henrik Fries, Geschäftsführer der Klusstiftung zu Schneidlingen und Groß Börnecke.  

Der Verein in Gründung hat nun noch bis Ende Juli Zeit gemeinsam mit dem begleitenden Planungsbüro seiner neuen Lokale Entwicklungsstrategie den letzten Feinschliff zu verpassen. Die Strategie gibt die Ziele für die Entwicklung der Region für die nächsten fünf Jahre vor und enthält Festsetzungen, welche Art von Projekten gefördert werden und wie viel EU-Fördermittel sie erhalten können.  

Die Lokale Entwicklungsstrategie Börde-Bode-Auen wird ab August bis Ende des Jahres durch das Land Sachsen-Anhalt geprüft. Auf dieser Basis wird der Verein im Rahmen der LEADER/CLLD-Methode anerkannt und erhält ab dem Jahr 2023 ein eigenes EU-Fördermittelbudget, welches dann für die Strategieumsetzung eingesetzt werden kann. 

Vorstand Verein LAG Börde-Bode-Auen i.G.

Kulturland-Genossenschaft | Unterstützung von BiolandwirtInnen

Die Kulturland-Genossenschaft unterstützt regional orientierte BiolandwirtInnen bei der langfristigen Sicherung ihrer Wirtschaftsflächen. KundInnen und UnterstützerInnen eines Hofes (der „Umkreis“) sowie StädterInnen aus den Ballungszentren und natürlich die Dorfbevölkerung können über Genossenschaftsanteile Geld in die Genossenschaft einlegen. Die Mitglieder werden über die Entwicklung des Hofes auf dem Laufenden gehalten und können sich im Rahmen einer Regionalgruppe der Genossenschaft an der Hofentwicklung beteiligen. Die Pachthöhe ist vom Bodenpreis
 entkoppelt, sie orientiert sich an der langfristigen Gewährleistung von Biodiversität und Bodenfruchtbarkeit.

www.kulturland.de/de/start

Lokale Aktionsgruppe beschließt ESF-Projekte für 2021

In einem Umlaufbeschluss haben die Mitglieder der Lokalen Aktionsgruppe „Börde-Bode-Auen“ zwei ESF-Projekten zugestimmte. Diese haben nun die Möglichkeit eine Förderantrag beim LAndesverwaltungsamt zu stellen. Beide Vorhaben unterstützen damit das Ziel „Vitale Städte, lebendige Dörfer, lebenswerte Region“ der Lokalen Entwicklungsstrategie der LEADER-Region „Börde-Bode-Auen“. Insgesamt werden damit Fördermittel von voraussichtlich 80.000 Euro gebunden.

Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung

Knapp 420 Mio. € an Fördermitteln stehen für die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und Ländliche Entwicklung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) im Zeitraum 2014 bis 2020 in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Viele Gemeinden und Projektträger haben sich auf den Weg gemacht und Projekte entwickelt. Angesichts eines immer komplexer werdenden Regelwerks sind die bürokratischen Hürden für die Antragsteller jedoch hoch. Es besteht große Einigkeit, dass diese ausufernde Bürokratielast in eine Sackgasse führt.

Bundes- und europaweite Beachtung fand deshalb das Papier „Neuausrichtung der ELER-Förderung nach 2020 (ELER – RESET)“ vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, das 2016 radikale Vorschläge für eine echte Vereinfachung der ELER-Förderung vorgelegt hat.

In der Veranstaltung „Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung“ wird Thomas Trepmann, Mitautor aus Sachsen, diese Vorschläge vorstellen. Gemeinsam mit Akteuren aus Norddeutschland und Dänemark sowie den TeilnehmerInnen soll diskutiert werden, wie es gelingen kann, eine solch grundlegend neue „Förder- und Kontrollphilosophie“ zu etablieren.

Die Veranstaltung findet am 13. November von 13:30 bis 17:30 Uhr im Hotel Prisma in Neumünster statt. Um Anmeldung wird bis zum 08. November gebeten.

Informationen zum Programmablauf und den Anmeldebedingungen finden Sie hier.