„Sanierst du noch oder planierst du schon?“ – LEADER im Salzlandkreis

Foto: Ackermann

Sanierst du noch, oder planierst du schon?

Unter diesem Motto trafen sich am Freitag, den 21.09.2018 Vertreter der fünf im Salzlandkreis agierenden LEADER-Aktionsgruppen Elbe-Saale, Börde-Bode-Auen, Aschersleben-Seeland, Bördeland und Unteres Saaletal und Petersberg im Traditionshof in Eickendorf.

Erfahrungen aus der Umnutzung und Sanierung leer stehender Gebäude im ländlichen Raum, potenziellen Nachnutzern Anregungen sollten positive Beispieleliefern und Mut machen, ihren Traum vom Leben auf dem Lande zu verwirklichen.

Zunächst begrüßte Bernd Nimmich, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Bördeland die Teilnehmer und erläuterte die spezifische Situation in der Gemeinde aus kommunaler Sicht und berichtete über erreichte Ergebnisse, aktuelle Probleme und Visionen zur künftigen Entwicklung.

Daran anschließend stellte der Bürgermeister der Gemeinde Ilberstedt, Bernd Jänsch, das Sanierungsvorhaben „Domäne Ilberstedt“ vor und erläuterte den Anwesenden, wie es der Gemeinde gelungen ist, Schritt für Schritt den Altbestand an  leer stehenden Gebäuden abzureißen und die neu gewonnenen Freiflächen zu nutzen.

Im dritten Beitrag erläuterte Thomas Schüler, die geltenden Rechtsvorschriften zum barrierefreien Bauen in Sachsen-Anhalt. In einer regen Diskussion um Notwendigkeit und den Bedarf barrierefreier Wohnungen im ländlichen Raum diskutierten die Teilnehmer*innen über ihre positiven und auch negativen Erfahrungen mit potenziellen Investoren.

Engagement kann bestenfalls nur aus der Dorfgemeinschaft heraus entstehen, so der Tenor von Veit Jäger, Architekt aus Mücheln, einem Ortsteil der Stadt Wettin-Löbejün. Mit Unterstützung von LEADER ist er dabei, die Kulturscheune an der ehemaligen Templerkapelle in der Ortsmitte zum kulturellen Zentrum im Ort zu entwickeln. Gemeinsam mit dem Heimatverein und viel persönlichem Engagement sollen hier ein kleines Café, regelmäßige Ausstellungen regional ansässiger Künstler, Kreativangebote und die nötige Infrastruktur wie Sanitär- und Beherbergungsmöglichkeiten entstehen.

Einladung Sanierst du noch oder planierst du schon (Einladung und Programm)

 

Dachsanierung Sozialgebäude Sportplatz Atzendorf

Foto: Döbbel

Die Dachsanierung gefördert durch die Europäische Union und dem Amt für Landwirtschaft, Flur und Forsten Bereich Mitte(Halberstadt) läuft seit 23.07.2018 auf vollen Touren.

Der I. und II. Abschnitt ist zurückgebaut und die neuen Ringanker sind gegossen. Die Solaranlage wurde umgesetzt und die alte Elektroanlage und Heizungsanlage wurden zurückgebaut.

Ab Mitte dieser Woche werden die Trapezbleche für den I. Und II. Abschnitt verlegt und der Abbruch des II. Abschnitts vorbereitet.

8. Großer LEADER-Arbeitskreis / Kultur-Erbe- und ESF-Projekte gesucht

Die Hälfte der aktuellen Förderperiode 2014 bis 2020 ist vorbei und es gilt die richtigen Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Dies war das zentrale Thema des 8. Großen LEADER-Arbeitskreises am 10. April in Halle. Grundsätzlich sind alle Lokalen Aktionsgruppen auf einem guten Weg, die zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel in Projekte zu investieren, die die Attraktivität des ländlichen Raums zu steigern helfen. Allein nach den Richtlinien LEADER/CLLD und RELE wurden knapp 500 Projekte landesweit bewilligt. Dem gegenüber stehen knapp 250 Projekte die zum 1. März diesen Jahres bei den zuständigen Bewilligungsbehörden eingereicht wurden. Trotz dieser guten Zahlen darf man sich nicht täuschen lassen, denn aus dem Jahr 2017 sind weiterhin Anträge vor allem im Bereich der Kulturerbe-Richtlinie offen. Darüber hinaus ist das zur Verfügung stehende Geld für Projektanträge für das nächste Jahr sehr begrenzt. Die LEADER-Region „Börde-Bode-Auen“ stehen für 2019 noch Fördermittel von rund 420.000 Euro aus verschiedenen EU-Fördertöpfen zur Verfügung. Ein Schwerpunkt wird in der Akquirierung von Projekten aus den Bereichen ESF und EFRE liegen.

Stichtag für Bewerbungen ist dieses Jahr der 01. Augsut 2018 für aussagekräftige Projektsteckbriefe.

Kontaktieren Sie bei Interesse gerne das LEADER-Management und informieren Sie sich auf unserer Homepage im Bereich Projektentwicklung.

Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung

Knapp 420 Mio. € an Fördermitteln stehen für die Umsetzung von Projekten in den Bereichen Landwirtschaft, Naturschutz und Ländliche Entwicklung aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume (ELER) im Zeitraum 2014 bis 2020 in Schleswig-Holstein zur Verfügung. Viele Gemeinden und Projektträger haben sich auf den Weg gemacht und Projekte entwickelt. Angesichts eines immer komplexer werdenden Regelwerks sind die bürokratischen Hürden für die Antragsteller jedoch hoch. Es besteht große Einigkeit, dass diese ausufernde Bürokratielast in eine Sackgasse führt.

Bundes- und europaweite Beachtung fand deshalb das Papier „Neuausrichtung der ELER-Förderung nach 2020 (ELER – RESET)“ vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, das 2016 radikale Vorschläge für eine echte Vereinfachung der ELER-Förderung vorgelegt hat.

In der Veranstaltung „Plädoyer für einen ELER-Neustart – Bürokratie lähmt ländliche Entwicklung“ wird Thomas Trepmann, Mitautor aus Sachsen, diese Vorschläge vorstellen. Gemeinsam mit Akteuren aus Norddeutschland und Dänemark sowie den TeilnehmerInnen soll diskutiert werden, wie es gelingen kann, eine solch grundlegend neue „Förder- und Kontrollphilosophie“ zu etablieren.

Die Veranstaltung findet am 13. November von 13:30 bis 17:30 Uhr im Hotel Prisma in Neumünster statt. Um Anmeldung wird bis zum 08. November gebeten.

Informationen zum Programmablauf und den Anmeldebedingungen finden Sie hier.

Ballplatz in Groß Börnecke eingeweiht

Einweihung01 webAm 29. September war es endlich soweit: nach mehr als 20 Jahren Hoffen, Bangen, Träumen und Planen wurde der erste Bauabschnitt des Ballplatzes / Karl-Marx-Platzes durch Bürgermeister Uwe Epperlein feierlich seiner Bestimmung übergeben. In fast genau sechs Monaten Bauzeit wurde die Straße auf knapp 400 Metern erneuert. Endlich gehört die unbefestigte Schotterpiste der Vergangenheit an, ab jetzt gelangen die Anwohner auf ebenen Wegen zu ihren Häusern.

Rund 420.000 Euro hat der Ausbau gekostet, 301.000 Euro Förderung erhielt die Stadt Hecklingen über die RELE-Richtlinie. Neben der Straßenbefestigung wurde eine neue Straßenbeleuchtung angebracht sowie ein Grillplatz als Aufenthaltsfläche errichtet.

Einweihung05 web
Fotos: Amtshof Eicklingen

Blicke über den Tellerrand – Kooperationsprojekte für die LEADER-Region

Foto: Amtshof Eicklingen

Stadt Seeland/ OT Schadeleben – Am 15. Juni 2017 fand die erste gemeinsame Veranstaltung der Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises statt. Nach einem informativen Teil wurde das Thema Kooperationsprojekte auf spielerische Weise in unterschiedlichen Workshops durch die Teilnehmer erarbeitet.

Rund 36 Teilnehmer der Lokalen Aktionsgruppen der LEADER-Regionen „Aschersleben-Seeland“, „Börde-Bode-Auen“, „Bördeland“, „Elbe-Saale“ sowie „Unteres Saaletal und Petersberg“ fanden trotz des schönen Wetters den Weg nach Schadeleben ins Seelandforum. Eingeladen wurden sie von ihren LEADER-Managerinnen, Gastgeberin der Veranstaltung war die LAG Aschersleben-Seeland. Ziel war es einerseits, den Mitgliedern weitere Kompetenzen zum Thema Kooperationsprojekte zu vermitteln, damit diese ihre Erfahrungen im jeweiligen Bürgergremium fundiert und zielgerichtet einbringen können. Andererseits bestand schon lange der Wunsch, dass sich die verschiedenen Gruppen kennenlernen und untereinander vernetzen. Denn aus dieser Vernetzung können neue Ideen für gemeinsame Kooperationen entstehen.

Das Thema Kooperationsprojekte nimmt in der LEADER-Förderung einen großen Stellenwert ein. Ziel ist es, vorhandenes Wissen mit anderen Regionen zu verknüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen, so dass alle Beteiligten durch ein Projekt profitieren können. Doch gerade hier liegt auch manchmal das Problem: viele Akteure scheuen den durchaus komplexen Prozess. Dieser kann durch räumliche und möglicherweise auch sprachliche Distanz zusätzlich erschwert werden.

Im informativen Teil der Veranstaltung wurden Beispiele für gelungene Projekte vorgestellt und die Grundlagen für Kooperationen in Sachsen-Anhalt durch Frau Heike Winkelmann von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH vermittelt. Auch das Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Salzlandkreises wurde durch den Projektleiter Dirk Helbig persönlich vorgestellt. Aus diesem Vorhaben leiteten sich auch die drei Themen für die anschließenden Workshops ab: Tourismus, Versorgung und Mobilität.

Nach einer kurzen Stärkung startete die Workshop-Phase. Zu den genannten Themen sollten verschiedene Ansätze entwickelt werden. Dies geschah aber auf eine ungewöhnliche Weise. Die Teilnehmer betrachteten die Problemstellungen nicht aus ihrer eigenen Sicht heraus, sondern schlüpften in die Rolle eines themenrelevanten Akteurs. So war es durchaus möglich, dass ein Bürgermeister zum Lebensmittelhändler wurde, Ideen aus dieser neuen Funktion heraus entwickeln und seinen eigenen Hintergrund ausblenden musste. Anfangs noch zögerlich, nahm die Diskussion schnell Fahrt auf und es entwickelten sich angeregte Gespräche. Die Teilnehmer konnten einen Blick über den Tellerrand werfen und ohne Rücksicht auf vorhandene Hierarchien auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Aus der spielerischen Entwicklung von Ideen kam es so schnell zu einer Übertragung auf die Realität. Die Teilnehmer waren so gefesselt, dass trotz der späten Stunde alle engagiert in den Gruppen beteiligt waren und die Arbeitsphase durch die Workshop-Leiter von „place/making“ aus Berlin sanft beendet werden musste. Im Anschluss nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, den Austausch mit neu gewonnenen Kontakten zu intensivieren.