Steuerungsgruppe tagte in Egeln

Am 11. Oktober fand die 4. Steuerungsgruppensitzung der LEADER-Region „Börde-Bode-Auen“ in Egeln statt. Hauptaugenmerk lag hierbei auf der Besprechung neuer Projektideen, die bis zum 01. September über das LEADER-Management eingereicht wurden.

Die Steuerungsgruppe hat über die eingereichten Projekte diskutiert und eine vorläufige Priorisierung vorgenommen. Über die endgültige Reihenfolge und somit darüber, welche Projektträger letztendlich einen Antrag auf Förderung über die LEADER-Region stellen können, entscheidet die Lokale Aktionsgruppe in ihrer Sitzung am 01. November in Schneidlingen.

Ballplatz in Groß Börnecke eingeweiht

Einweihung01 webAm 29. September war es endlich soweit: nach mehr als 20 Jahren Hoffen, Bangen, Träumen und Planen wurde der erste Bauabschnitt des Ballplatzes / Karl-Marx-Platzes durch Bürgermeister Uwe Epperlein feierlich seiner Bestimmung übergeben. In fast genau sechs Monaten Bauzeit wurde die Straße auf knapp 400 Metern erneuert. Endlich gehört die unbefestigte Schotterpiste der Vergangenheit an, ab jetzt gelangen die Anwohner auf ebenen Wegen zu ihren Häusern.

Rund 420.000 Euro hat der Ausbau gekostet, 301.000 Euro Förderung erhielt die Stadt Hecklingen über die RELE-Richtlinie. Neben der Straßenbefestigung wurde eine neue Straßenbeleuchtung angebracht sowie ein Grillplatz als Aufenthaltsfläche errichtet.

Einweihung05 web
Fotos: Amtshof Eicklingen

Dritter Marktplatz für Dörfer am 29. November in Berlin

Die DVS lädt zum dritten Marktplatz für Dörfer ein. Er wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Fünften Forum des Programms „Neulandgewinner. Zukunft erfinden vor Ort“ der Robert Bosch Stiftung veranstaltet.

Die Veranstaltung „Konferenz der Akteure – Gesellschaft selber machen“ findet am 29. November 2017 in Berlin statt.

Die Konferenz richtet sich vor allem an Menschen, die vor Ort neue Wege gehen, etwa mit neuen Gemeinschaften, Produkten oder Ideen für die Versorgung auf dem Land.

Warum leben Menschen auf dem Land? Wozu brauchen wir gesellschaftlichen Zusammenhalt und was ist damit eigentlich gemeint? Wer übernimmt Verantwortung in der Gemeinde? Wo wird die Politik für den ländlichen Raum gemacht? Und schließlich, wie kommen wir von einer guten Projektidee zu einem neuen Miteinander? Getreu dem Motto „Gesellschaft selber machen“ haben wir diese Fragen im sogenannten Neuland-Dialog gemeinsam mit vielen Interessierten diskutiert.

Die daraus entstandenen Impulse und Ideen wollen wir während der Veranstaltung in sieben Ideenlaboren gemeinsam mit Ihnen weiterentwickeln, um das Ziel, Gesellschaft selber zu machen, konkret werden zu lassen. Dabei geht es beispielsweise um die Gestaltung von Lernreisen, um eine Förderung, die sich an den Potenzialen von Menschen orientiert oder um die Einführung von Netzwerkgeld. Zudem soll diskutiert werden: Welche Impulse kann Kultur für die Entwicklung der Region geben? Oder: Wie sieht ein zukunftsfähiges Dorf aus?

Während eines „Schwarzmarktes“ gibt es Raum für Austausch, Vernetzung und Ideenhandel. Zur gemeinsamen Diskussion sind Vertreter der Länder und des öffentlichen Lebens eingeladen.

Bis zum 15.11.2017 können Sie sich online anmelden (die Teilnehmerzahlen sind begrenzt). Das ausführliche Programm und den Link zur Onlineanmeldung finden Sie auf der Website www.netzwerk-laendlicher-raum.de/marktplatz.

LEADER/CLLD-Jahreskonferenz hat in Quedlinburg stattgefunden

LEADER-Konferenz Tagung
Foto: Amtshof Eicklingen

In diesem Jahr fand die LEADER/CLLD-Jahreskonferenz am 14. September 2017 in Quedlinburg statt. Gemeinsam mit der LAG Rund um den Huy, der LAG Nordharz und der LAG Harz luden die EU-Verwaltungsbehörden ELER, EFRE und ESF die entsprechenden Akteure zur Veranstaltung unter dem Motto: „Lokale Strategien – Vielfalt in Europa“ ins Palais Salfeldt ein.

Nach einer Begrüßungsrunde und verschiedenen Ehrungen erfolgte der Einstieg in die CLLD-Thematik, indem in drei verschiedenen Vorträgen über die Erfahrungen und Herausforderungen zu CLLD in Schweden, in der Tschechischen Republik sowie als Überblick in allen Mitgliedstaaten der EU berichtet wurde. Die anschließende Diskussion mit den Vortragenden und den Teilnehmern wurde rege geführt.

LEADER-Konferenz Exkursion NH
Foto: Amtshof Eicklingen

Nach diesem informationsreichen Vormittag wurden Exkursionen angeboten, die Einblicke in beispielhafte Projekte der gastgebenden Lokalen Aktionsgruppen im Landkreis Harz gewähren sollten. In der LAG Rund um den Huy wurden Projekte in Osterwieck und Deersheim vorgestellt. Die Gruppe, die sich für eine Exkursion in das Gebiet der LAG Nordharz entschieden hat, besuchte Projekte in Quedlinburg und Neinstedt, wohingegen Teilnehmer der Exkursion der LAG Harz Einblicke in Projekte aus Drübeck, Veckenstedt und Silstedt erhielten.

Nach den Exkursionen trafen sich alle Teilnehmer im Festsaal des Rathauses von Quedlinburg zum Empfang durch den Oberbürgermeister. Wer danach noch fit genug war, konnte Quedlinburg bei einer Stadtführung durch einen Nachtwächter von einer anderen Seite kennenlernen.

Blicke über den Tellerrand – Kooperationsprojekte für die LEADER-Region

Foto: Amtshof Eicklingen

Stadt Seeland/ OT Schadeleben – Am 15. Juni 2017 fand die erste gemeinsame Veranstaltung der Lokalen Aktionsgruppen des Salzlandkreises statt. Nach einem informativen Teil wurde das Thema Kooperationsprojekte auf spielerische Weise in unterschiedlichen Workshops durch die Teilnehmer erarbeitet.

Rund 36 Teilnehmer der Lokalen Aktionsgruppen der LEADER-Regionen „Aschersleben-Seeland“, „Börde-Bode-Auen“, „Bördeland“, „Elbe-Saale“ sowie „Unteres Saaletal und Petersberg“ fanden trotz des schönen Wetters den Weg nach Schadeleben ins Seelandforum. Eingeladen wurden sie von ihren LEADER-Managerinnen, Gastgeberin der Veranstaltung war die LAG Aschersleben-Seeland. Ziel war es einerseits, den Mitgliedern weitere Kompetenzen zum Thema Kooperationsprojekte zu vermitteln, damit diese ihre Erfahrungen im jeweiligen Bürgergremium fundiert und zielgerichtet einbringen können. Andererseits bestand schon lange der Wunsch, dass sich die verschiedenen Gruppen kennenlernen und untereinander vernetzen. Denn aus dieser Vernetzung können neue Ideen für gemeinsame Kooperationen entstehen.

Das Thema Kooperationsprojekte nimmt in der LEADER-Förderung einen großen Stellenwert ein. Ziel ist es, vorhandenes Wissen mit anderen Regionen zu verknüpfen und sich gegenseitig zu unterstützen, so dass alle Beteiligten durch ein Projekt profitieren können. Doch gerade hier liegt auch manchmal das Problem: viele Akteure scheuen den durchaus komplexen Prozess. Dieser kann durch räumliche und möglicherweise auch sprachliche Distanz zusätzlich erschwert werden.

Im informativen Teil der Veranstaltung wurden Beispiele für gelungene Projekte vorgestellt und die Grundlagen für Kooperationen in Sachsen-Anhalt durch Frau Heike Winkelmann von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH vermittelt. Auch das Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ des Salzlandkreises wurde durch den Projektleiter Dirk Helbig persönlich vorgestellt. Aus diesem Vorhaben leiteten sich auch die drei Themen für die anschließenden Workshops ab: Tourismus, Versorgung und Mobilität.

Nach einer kurzen Stärkung startete die Workshop-Phase. Zu den genannten Themen sollten verschiedene Ansätze entwickelt werden. Dies geschah aber auf eine ungewöhnliche Weise. Die Teilnehmer betrachteten die Problemstellungen nicht aus ihrer eigenen Sicht heraus, sondern schlüpften in die Rolle eines themenrelevanten Akteurs. So war es durchaus möglich, dass ein Bürgermeister zum Lebensmittelhändler wurde, Ideen aus dieser neuen Funktion heraus entwickeln und seinen eigenen Hintergrund ausblenden musste. Anfangs noch zögerlich, nahm die Diskussion schnell Fahrt auf und es entwickelten sich angeregte Gespräche. Die Teilnehmer konnten einen Blick über den Tellerrand werfen und ohne Rücksicht auf vorhandene Hierarchien auf Augenhöhe miteinander diskutieren. Aus der spielerischen Entwicklung von Ideen kam es so schnell zu einer Übertragung auf die Realität. Die Teilnehmer waren so gefesselt, dass trotz der späten Stunde alle engagiert in den Gruppen beteiligt waren und die Arbeitsphase durch die Workshop-Leiter von „place/making“ aus Berlin sanft beendet werden musste. Im Anschluss nutzten einige Teilnehmer die Gelegenheit, den Austausch mit neu gewonnenen Kontakten zu intensivieren.